Kinesiologie

Entwickelt wurden die Grundlagen der Kinesiologie Anfang der 60er Jahre. Die Kinesiologie ist also eine ziemlich junge Disziplin. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden aber bereits einige „Schulen“ gegründet.

Kernstück dieser Anwendung ist der kinesiologische Muskeltest. Er dient zum Ermitteln von Störungen, Blockaden, körperlichen und emotionalen Dysfunktionen, indem damit Substanzen, Informationen, Emotionen und therapeutische Möglichkeiten für jeden Menschen individuell ausgetestet werden.

Der Grundgedanke dieses Verfahrens ist, dass der Körper auf Einwirkung von Außen, z.B. Stress (in Form einer Substanz, Information, Emotion etc.) reagieren muss.
Diese Reaktion, gesteuert durch das autonome Nervensystem, kann nicht vom Menschen selbst willentlich verändert oder gar beeinflusst werden.
Das kurze „Abschalten“ oder „Nachgeben“ bestimmter Muskeln wird verwendet, um die Einflüsse in Ihrer Qualität, einwirkend auf das Individuum, zu beurteilen.

In der Praxis zeigt es sich oft wie folgt:
Der Patient wird mit der zu testenden Substanz, Information oder Emotion konfrontiert und es wird unmittelbar ein bestimmter Muskel auf Widerstand getestet.
Ist zum Beispiel der Deltamuskel des Armes der zu testende Muskel, übt der Kinesiologe für einen sehr kurzen Moment einen bestimmten Druck auf den ausgestreckten Arm des Patienten aus.
Hier zeigt sich wiederholbar ein Unterschied zwischen der Normalsituation und dem Moment der Belastung durch den Stressfaktor in Form des vom Patienten aufbringbaren Widerstandes.
Oft ist dies auch für den Klienten selbst deutlich spürbar und selbst ohne vorherige Kenntnis der möglichen Ergebnisse reproduzierbar.

Hiermit lassen sich Blockaden und Störungen in verschiedenen Bereichen ermitteln, als auch bereits bestehende Medikamentierungen oder neue Zusammenstellungen auf die Verträglichkeit prüfen.

Physioenergetik (Armlängenreflex-Test)

Physioenergetik ist eine Weiterentwicklung der „Angewandten Kinesiologie“ durch den Arzt Raffael von Assche. Dabei wird das diagnostische Instrumentarium durch den so genannten „Armlängenreflex“ ergänzt.

Es verhält sich sehr ähnlich der allgemeinen Kinesiologie, hier wird jedoch passiv, dass heißt ohne Muskel-widerstand des Patienten, ermittelt.
Das hat u. a. den Vorteil, dass der Test nicht ermüdend wirkt, der Patient könnte sonst möglicherweise am nächsten Tag mindestens über Muskelkater klagen.

Auch hier wird der Patient mit verschiedenen Stressfaktoren kontaktiert, wobei die augestreckten Arme (zuvor auf gleiche Länge geprüft) durch eine unwillkürliche Reaktion des Organismus auf diesen Vorgang eine Kontraktion (zusammenziehen) hervorrufen und über eine einseitige Muskelreaktion eine Aussage über den Einfluss des Stressfaktors möglich wird.